Bei der diesjährigen österreichischen Fohlenmusterungsreise der Trakehner, die vom 13. bis 15.8.2023 stattfand, konnten wieder eine sehr große Anzahl der Fohlen in Prämienqualität in Augenschein genommen werden.
Erfreulicherweise wurde die komplette Reise von unserem neuen Zuchtleiter, Neel-Heinrich Schoof begleitet. In der Kommission vertreten waren außerdem der Zuchtbezirksvorsitzende Dr. Friedrich Nüssel, der ehemalige Vorsitzende Dr. Lutz Schubert, Dr. August Leitl, Sophia Malter sowie Helmut Mayer.
Zum Auftakt lud das Gestüt Treiber der Familie Hörtlackner in Franking ein, mit fünfzehn vorgestellten Fohlen auch der größte Bewertungsplatz der heurigen Reise. Den zahlreichen Gästen wurden auf der liebevoll vorbereiteten Anlage ausgesprochen qualitätsvolle Fohlen, in sportlicher Aufmachung, bewegungsstark und nobel präsentiert!

Gleich zu Beginn gab es ein erstes Highlight zu bewundern. Familie Weiß zeigte eine gelungene Tochter des Zauberdeyk aus der bewährten Salome von All Inclusive. Typvoll, mit Höhepunkten in Trab und Galopp, immer bergauf, tanzte sie sich in die Herzen der Zuseher.



Es folgte die ungemein noble Rappstute Mon Coeur von Herakles aus der Merci Mille Coe von Lafayette, die an der Hand ihres Züchters und Besitzers Andreas Schlager zur Eintragung vorgestellt wurde. Mit drei hervorragenden Grundgangarten ausgestattet, elastisch mit der gewünschten Mechanik, im Schritt durch den Körper schreitend mit viel Übertritt, wusste sie außerdem mit tollen Points im Körper zu begeistern. Bei Fuß führte sie ihr erstes Fohlen, eine Stute von Finckenstein, die ebenfalls in der Bewegung mit Elastizität und Eleganz, sowie mit ihrem Charme gefallen konnte.




Das zweite Fohlen des Zauberdeyk, diesmal aus der Petit Fleur von Sanssouci, stellte Dr. Helga Lampert vor. Dieses überaus sportliche, mit großen Partien ausgestattete Stute zeigte sich elastisch, in kraftvoller Bewegungsdynamik, wobei auch der Schritt ausgesprochen positiv auffiel.



Familie Pramendorfer präsentierte eine bezaubernde Tochter des Karim Doré, an der Seite ihrer Mutter, der Schöne Schwalbe von Connery. Mit viel weiblichem Adel, korrektem Fundament, konnte es in den hervorragenden Grundgangarten ebenfalls absolut überzeugen.




Kwahu war mit einem beeindruckenden Sohn aus der Amira von Hibiskus vertreten. Gezogen und im Besitz von Barbara Prommersberger, zeigte er sich immer im Takt, bergauf, locker und dynamisch, mit aktiver Hinterhand.



Aus der Zucht von Ing. Rudolf Meindl konnte ein Hengstfohlen des Shagya-231, aus der Original Blue von Latimer gefallen! Das auffallend typvolle Fohlen, großlinig aufgemacht, setzte sich mit seiner vorzüglichen Galoppade, ausgestattet mit Balance und Mechanik, sowie seinem hervorragenden, durch den Körper fließenden Schritt, effektvoll in Szene.







Die ganz besonders sympathische und harmonische Tochter des Halcon, aus der Sachsenzauber von Fiepes Winged xx, geboren im Gestüt Allertal und ausgestellt von der ZG Loewenkind, konnte mit Typ und Elastizität begeistern.



Das zweite Fohlen aus der Zucht und dem Besitz von Andreas Schlager, war der typbrillante Sohn des Kind of Magic aus der Gräfin Annabel von Tambour, in großem Rahmen mit drei auffallend guten Grundgangarten.



Als Halbblutfohlen der besten Sorte konnte, in bestechender Sportlichkeit, ein Sohn des Innenminister xx aus der Verheissung von Helium, aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Paul Wimmer, mit Athletik und Kraft souverän überzeugen.




Die durch hohen Adel geprägte Tochter des Cornut aus der Lebenslust von Schenkendorf, aus der Zucht und dem Besitz von Hans-Ernst Wezel, eroberte als absolutes Gleichgewichtspferd, stets locker, mit Mechanik und Takt die Bühne.


Mit erlesener Springgenetik versehen, trat der Sohn des Arizonas aus der Corben von Balisto, gezogen und in Besitz des Gestüts Treiber, auch in allen drei Grundgangarten kraftvoll, mit großer Übersetzung, eindrucksvoll auf.




Als bildschöne Prinzessin entzückte eine Tochter des Banderas aus der Schlobitten von San Silviano, ebenfalls im Gestüt Treiber beheimatet, mit vorbildlicher Taktsicherheit und ganz viel Elastizität, in leichtfüßiger Bewegungseleganz.




Eine Stute von Schralling aus der Sternstunde von Editorial, ein weiteres Fohlen aus dem Gestüt Treiber, bestach als strahlende, elastische Tänzerin, ausgestattet mit absolut korrektem Fundament.




In besonderer Machart faszinierte überlegen ein Sohn des Rheinglanz aus der Sportfreude von Lowelas, aus der Zucht und dem Besitz des Gestüts Treiber. Mit herrlichem Körperfluß in allen drei überragenden Grundgangarten versehen, zelebrierte er seinen Auftritt mit dynamischer Mechanik. Er wurde von der Kommission als Hengstanwärter herausgestellt.


Im Anschluss wurde die jährliche Generalversammlung der Trakehner IG Österreich abgehalten. Herr Helmut Mayer referierte über das vergangene Trakehner Jahr aus österreichischer Sicht und erläuterte den Anwesenden die Fakten und Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres der IG.


Am folgenden Vormittag war die Kommission bei Familie Gasser zu Gast, wo drei gestütseigene Fohlen gemustert werden konnten.
Den Beginn machte ein Stutfohlen von Ferrari Forever aus der Lofota von Freudenfest. Besonders gut entwickelt, mit viel Typ, zeigte es sich bewegungsstark bei bester Mechanik.



Es folgte ein Sohn des Greenwich Park aus der Pempa von Sir Sansibar. In großem Rahmen wusste er ebenfalls in den kraftvoll vorgetragenen Grundgangarten zu gefallen.


Den Abschluss machte ein weiteres Stutfohlen von Greenwich Park, diesmal aus der Hedwig von Scaglietti, die mit Charme und Adel, dabei aber ebenso in der Bewegung mit großer Übersetztung, leichtfüßig und immer bergauf, begeistern konnte.




Der Nachmittags war geprägt von der bewährten Gastfreundschaft der Familie Binder. Auch hier konnten den zahlreichen Zusehern hervorragende Trakehner Pferde präsentiert werden.
Gleich zu Beginn setzte sich ein absolutes Spitzenfohlen eindrucksvoll in Szene. Vorgestellt von seinem Züchter und Besitzer Josef Schrattner, faszinierte dieser ungemein sportliche Sohn des Perfekt, aus der Toya von Impetus, mit imposantem Bewegungspotential!




Das folgende Stutfohlen, ebenfalls mit hochinteressantem Pedigree versehen, stammt von L’Elu de Dun aus der Issekhook’s Spellbound von Best Before Midnight, aus der Zucht und dem Besitz von Sandra Bleimuth. Charmant, mit Power und Athletik wusste es auch in der Bewegung bestens zu gefallen.



Aus dem Hause Binder stellte sich anschließen ein Sohn des gestütseigenen Hengstes High Quality aus der Tatjana von Manhattan vor. Bei deutlich männlichem Auftreten, zeigte er sich beeindruckend kraftvoll, mit viel Bewegungsenergie.


Seine zweijährige Vollschwester präsentierte sich danach bestens entwickelt mit viel Adel, in betontem Bergauf, versehen mit einer energisch arbeitenden Hinterhand.

Ein Highlight des Tages war der folgende Auftritt des gekörten High Quality von Saint Cyr. In strahlender Präsenz zeigte er unter dem Sattel, reiterlich weiter gefördert, sein beeindruckendes Bewegungspotential bei allerbester Rittigkeit!



Der dritte Tag dieser Bewertungsreise begann auf dem Gut Ranzenbach der Familie Mayer.
Ein ganz besonderes Stutfohlen des Banderas aus der Leichtes Spiel von Easy Game machte den Auftakt, aus der Zucht und dem Besitz von Mag. Thomas Müller. Ungemein bewegungsstark, mit viel Takt, Elastizität und Mechanik zeigte es sich immer bergauf, in beispielhafter Selbsthaltung.



Das zweite Fohlen dieses Bewertungsplatzes stammt vom gestütseigenen Hengst Goldwert aus der Una Cortesia Reale von Manhattan, gezogen und im Besitz der Familie Mayer. Es präsentierte sich chic und gut bemuskelt, mit leichtfüßig vorgetragenen Bewegungen.


Die beiden zweijährigen Junghengste der Familie Mayer wurden im Anschluss der Kommission vorgestellt. Der als Fohlen auf der Auktion in Neumünster ersteigerte Unchain my heart von Kwahu aus der Unforgettable von Prince Patmos, bestach bestens entwickelt, mit viel männlichem Charme und elastischem, kraftvollem Bewegungsablauf. Der großlinige Fuchshengst Tutto il desiderio reale von Un Courino reale aus der Tonja von Angard setzte sich mit seinen großen Körperpartien auch in der Bewegung überzeugend in Szene.


Neu in der Trakehner Familie begrüßen durfte die Kommission danach Frau Dr. Marianne Stopar, die ihr erstes Trakehner Fohlen von Karim Doré aus der Chocolat von Axis vorstellte. Die charmante Stute konnte auch gleich als absolut gelungener Einstand mit bestens vorgetragenen Bewegungen ungemein gefallen.
Den Abschluss dieser Trakehner Reise bildete die Vorstellung der russischen Trakehner mit seltener Springgenetik von Frau Mag. Elke Spannagel. Ein Hengstfohlen von Profit aus der Orlena von Eagle Pass und ein Hengstfohlen von Donaumonarch aus der Argenta von Granit zeigten sich besonders typvoll und sportlich.
Wir gratulieren allen Züchtern und Besitzern dieser ungemein interessanten Fohlen ganz herzlich, wünschen alles Gute für die Aufzucht und freuen uns auf ein Wiedersehen in den nächsten Jahren auf den großen Bühnen der Kör- und Eintragungsplätze sowie natürlich am sportlichen Parkett!
Text und Fotos: Henrietta Göttinger
